Gefangen im Wäsche-Tornado: Wie du die Kontrolle zurückgewinnst

Blogartikel Gefangen im Wäsche-Tornado | Ordnungsexpertin Dorith von deinordnungshelfer.de

So reduzierst du dein Wäsche-Chaos

Kennst du das Problem, dass deine Wäschekörbe überquellen, Berge an Kleidung auf dem Boden und im ganzen Haus verteilt liegen? Fühlt es sich an, als würde ein Wäsche-Tornado wüten - indem die Wäsche einfach nicht aufhört, sich zu stapeln, egal wie oft du sie wäschst, zusammenlegst und wegräumst? Dann wird es höchste Zeit, dem Chaos ein Ende zu setzen und ein funktionierendes System zu erarbeiten, damit die Kleidungsstücke problemlos den Weg in die Waschmaschine und zurück in den Schrank finden.

Ist es bei dir nicht ganz so dramatisch, aber du wünschst dir ein paar Tipps, wie du dir den Wäscheprozess leichter und schöner gestalten kannst? Dann lies gerne meinen Artikel "Wäschechaos adé! In 10 Schritten zu entspanntem Wäsche waschen".

Schritt 1: Akzeptiere das Wäschewaschen als regelmäßige Aufgabe

Wäsche waschen gehört zweifellos zu den alltäglichen Pflichten, die wir oft als lästig empfinden. Doch wie ist es, wenn wir dieser Aufgabe auf eine neue, positive Weise angehen?  Eine der effektivsten Strategien, um eine funktionierende Wäscheroutine aufzubauen, besteht darin, die Aufgabe zu akzeptieren und sie sich so angenehm wie möglich zu gestalten.

Der erste Schritt zur erfolgreichen Bewältigung der Wäscheberge ist die Akzeptanz. Statt die Wäsche als lästige Pflicht zu betrachten, sehen wir sie lieber als einen natürlichen Bestandteil unseres Alltags. Wir können uns die Aufgabe angenehmer gestalten, indem wir uns bewusst Zeit für die Wäsche nehmen und mit schönen Dingen verknüpfen. Warum nicht einen Podcast, ein Hörbuch oder deine Lieblingsmusik hören, während du die Maschine belädst, die Wäsche faltest und an ihren Platz in Schränke und Kommoden räumst? Damit schaffst du dir gleichzeitig Raum für persönliche Entspannung und Unterhaltung.

Es geht es darum, die Wäscheroutine in deinen Alltag zu integrieren und sie zu einem Teil deines Lebens zu machen, den du akzeptierst und schätzt. Wenn du die Aufgabe annimmst und sie dir so angenehm wie möglich gestaltest, wird das Wäsche waschen weniger lästig und kann sogar zu einem Moment der Entspannung und Freude werden. Akzeptiere die Aufgabe, gestalte sie nach deinen Wünschen und du wirst sehen, wie viel leichter es wird, eine funktionierende Wäscheroutine aufzubauen.

Und damit es überhaupt leichter und überschaubarer werden kann, gehen wir in den Schritten 2 und 3 die Menge deiner Wäschestücke an.

Die Wäsche gehört dazu - Akzeptanz erleichtert dir die Arbeit | Ordnungsexpertin Dorith von deinordnungshelfer.de

Schritt 2: Die Bestandsaufnahme - weniger Kleidung bedeutet weniger Wäsche

Je mehr Kleidungsstücke wir besitzen, desto schwieriger ist es, den Überblick zu behalten. Und desto mehr müssen wir waschen, bügeln, falten, reparieren, usw. Überlege dir also, wie viel du wirklich benötigst. Müssen es wirklich 10 Hosen, 12 Röcke und 20 Shirts sein?

Geh' durch das gesamte Haus und sammle alle Wäsche an einem Ort. Das bedeutet, wirklich alles – vom Schlafzimmer über das Badezimmer bis zur Küche. Dieser Schritt ist entscheidend, um den Umfang des Problems zu erfassen und sicherzustellen, dass nichts übersehen wird. 

Der Wäscheberg, der dann entsteht, ist in vielen Fällen absolut überwältigend und überfordernd. Es kann deshalb auch sinnvoll sein, wenn du diesen Schritt in Teilbereichen angehst, zuerst deine Kleidungskategorien Unterwäsche, dann Socken, Hosen, Pullover, etc.

Schritt 3: Die Ausmiste-Session für weniger Wäsche-Chaos

Jetzt ist es an der Zeit, Dinge auszusortieren, die nicht mehr trägst. Gehe dazu jede einzelne Kategorie durch und beginne mit den Kleidungsstücken, bei denen dir das Aussortieren am leichtesten fällt. Behalte nur die Menge an Kleidungsstücken, die du für angemessen hältst und die Teile, die du wirklich gerne trägst. 

Stelle dir Fragen wie:

- Würde ich mir dieses Teil heute nochmal kaufen?

- Gibt es etwas, das mir an diesem Kleidungsstück nicht gefällt?

- Passt es mir noch? 

- Fühle ich mich in dem Teil wohl?

- Passt es zu meinem Stil, möchte ich mich so kleiden?

 

Das gleiche gilt auch für deine Familie. Überlegt gemeinsam mit deiner Familie, welche Kleidungsstücke nicht mehr passen, aus der Mode sind oder einfach nicht mehr getragen werden.

Aussortierte Kleidungsstücke kannst du  spenden, verkaufen oder recyceln, je nach Zustand. Ziel ist es, den Wäscheberg zu reduzieren, bevor du mit der Organisation beginnt.


Wichtig: Je leerer dein Kleiderschrank ist, desto leichter fällt es dir, frisch gewaschene Kleidung einzusortieren. Ein häufiger Grund für Wäschechaos ist, dass der Schrank schon übervoll ist und du nicht weißt, wohin mit den Teilen aus dem Wäschekorb. Mach' dir also bewusst: Die Menge an Kleidung, die du besitzt, ist die Hauptursache für dein Chaos, das dich so frustriert und überfordert. Wenn du raus aus dem Wäsche-Tornado möchtest, ist genau das der entscheidende Schlüssel!

Kleidung aussortieren und den Überblick bekommen | Ordnungsexpertin Dorith von deinordnungshelfer.de

Schritt 4: Die richtige Sortierung und Aufbewahrung deiner Wäsche

Ein wesentlicher Faktor, um langfristig Ordnung zu halten, ist die richtige Aufbewahrung. Bei meinen Coachings sehe ich immer wieder unpraktische, dunkle Schränke mit wenig Stauraum, teilweise sogar mit groben Holzböden, die Fäden deiner Kleidungsstücke ziehen können. Wenn es dir möglich ist, investiere in qualitativ hochwertige Schranksysteme - idealerweise mit vielen Schubladen und einer Kleiderstange für knitterempfindliche Teile. Ich bin ein großer Fan vom File-Folding. Bei dieser Faltmethode nach Marie Kondo werden Kleidungsstücke platzsparend zu Päckchen gefaltet und stehen aufbewahrt. So siehst du in Schubladen sofort, was sich darin befindet und kannst das gewünschte Teil herausziehen, ohne einen Stapel zum Einsturz zu bringen. Ein weiterer Vorteil: da kein Druck auf die Kleidungsstücke besteht (indem 10 weitere Teile auf ihnen liegen), knittern sie während der Lagerung deutlich weniger.

Sortiere die Kleidung nach Kategorien wie Unterwäsche, Socken, Hosen, Röcke, Shirts Kurzarm und Langarm, Blusen, Pullover, Kleider, etc. und gebe jeder Kategorie einen festen Platz. Bei Fächern bietet es sich an, die Kleidungsstücke als Päckchen gefaltet in Stoffboxen zu legen, so verschwindet nichts ganz hinten im Schrank. In Schubladen helfen dir Schubladentrenner und Stoffboxen, die Kategorien voneinander zu trennen.

Bei Platzmangel empfehle ich dir, saisonale Kleidung gut beschriftet und luftdicht verpackt (ich nehme dafür gerne transparente Kunststoffkisten) in den Keller oder auf den Dachboden zu räumen. Der Saisonwechsel bietet dann auch immer die Gelegenheit, nochmal auszusortieren, was dir mittlerweile nicht mehr gefällt.

File-Folding für mehr Übersicht und Platz in der Schublade | Ordnungsexpertin Dorith von deinordnungshelfer.de

Schritt 5: Die Wäscheroutine etablieren für mehr Leichtigkeit im Alltag

Eine feste Wäscheroutine ist der Schlüssel zur langfristigen Ordnung. Du kannst dir dafür einen festen Tag für deine Wäsche überlegen oder eine tägliche Routine einführen.

So kann eine tägliche Routine sein:

- abends: Waschmaschine anstellen

- morgens: Wäsche aufhängen oder Trockner anstellen

- nachmittags/abends: Wäsche falten und wegräumen, neue Waschmaschine anstellen

 

Wichtig ist, dass die Routine zu dir und deinem Tagesablauf passt und du die Wäsche zügig erledigst. Achte auf kurze Liegezeiten in der Waschmaschine und im Trockner, damit die Wäsche frisch bleibt und nicht unnötig knittert. So sparst du dir einige Bügel-Sessions.

Schritt 6: Aufgeräumte Ablageflächen statt Wäscheberge

Stelle die Regel auf, dass der Boden frei bleibt. Kleidung hat hier nichts verloren.

  • Die Kleidung ist schmutzig > in den Wäschekorb
  • Die Kleidung ist getragen, noch sauber und wird zeitnah nochmal getragen > an einem Haken oder einer Kleiderstange lüften, bis sie wieder getragen wird
  • Die Kleidung ist getragen, noch sauber wird aber nicht zeitnah nochmal getragen > an einem Haken oder einer Kleiderstange lüften > danach zurück in den Kleiderschrank
  • Die Kleidung ist sauber > in den Kleiderschrank

Gewöhne dir an, Kleidungsstücke immer zum lüften aufzuhängen, zurück in den Schrank zu räumen oder den Wäschekorb zu legen. Sollte doch etwas auf dem Boden landen, räume es direkt weg, damit der Kleiderhaufen nicht auch noch andere Kleidungsstücke magisch anzieht.

Wohin mit getragener Kleidung? Eine Kleiderstange oder Haken helfen. Ordnungsexpertin Dorith von deinordnungshelfer.de

Schritt 7: Die regelmäßige Überprüfung deiner Kleidung

Gehe deine Kleidungsstücke alle paar Monate durch und überlege kritisch, ob es noch Stücke gibt, von denen du dich trennen kannst. Mit der Zeit wirst du auch einen inneren Radar dafür entwickeln, ob du ein Kleidungsstück noch magst oder ob du es weggeben möchtest. Du probierst etwas an und es gefällt/steht/passt dir nicht? Dann verstopfe deinen Schrank nicht weiter damit, sondern lege es direkt in eine Spendenkiste. Sobald die Spendenkiste voll ist, bringst du sie zu einer sozialen Einrichtung deiner Wahl. 

 

Du weißt nicht, wohin mit deinen Spenden? Diese Übersicht kann dir helfen: www.wohindamit.org.

Schritt 8: Fordere Unterstützung bei deiner Familie für die Wäsche ein

In Familien und Beziehungen sind in den meisten Fällen immer noch die Frauen für das Thema Wäsche zuständig und führen damit zu einer unfairen Belastung. Wenn das bei dir der Fall ist und du die Aufgabe nicht alleine erledigen möchtest, fordere Unterstützung ein. Wenn du bestimmte Vorstellungen hast, wie die Wäsche gefaltet sein soll, dann zeige es deinem Partner und deinen (älteren) Kindern. Oder delegiere Aufgaben wie Waschmaschine anstellen, Wäsche aufhängen bzw. in den Trockner räumen oder die gefaltete Wäsche in die Schränke sortieren.

 

Suchst du eine zuverlässige Haushaltshilfe? Dann frage am besten in deinem Freundes- und Bekanntenkreis, z.B. über deinen Whatsapp-Status. Natürlich kannst du auch über Portale wie betreut.de, die-haushaltshelden.de, helpling.de und viele weitere. Die persönliche Empfehlung ist meiner Meinung nach jedoch der beste Weg, eine vertrauenswürdige Unterstützung zu finden.

Fordere Unterstützung ein für deine Alltagsaufgaben | Ordnungsexpertin Dorith von deinordnungshelfer.de

Schritt 9: Lass dir von einem Ordnungscoach helfen

Gerade, wenn dir dein Wäschechaos über den Kopf wächst, dich überfordert und du schon bei dem Gedanken daran mutlos wirst, stehe ich dir als dein persönlicher Ordnungscoach gerne zur  Seite. So musst du dich nicht alleine durch deine Wäscheberge wühlen.

Ich packe tatkräftig mit an, gebe dir hilfreiche Tipps und Anregungen und motiviere dich durch meine Freude an dem Projekt. Jedes Ordnungsprojekt läuft nach einem bestimmten Muster ab, so musst du dir gar nicht erst die Frage stellen, wo du am besten anfängst. Du sparst Zeit und Energie, wenn du das Problem direkt an der richtigen Stelle angehst und siehst schneller Ergebnisse - vor allem dann, wenn du viele Dinge aussortierst. 

 

Als besonderen Service nehme ich deine Spenden direkt mit und verteile sie an wohltätige Organisationen. So musst du dich nicht darum kümmern und profitierst direkt von mehr Platz und weniger Ballast.

Fazit Routinen und Ausmisten erleichtern das Wäschewaschen

Das Wäschechaos in den Griff zu bekommen erfordert zwar Anstrengung und die Bereitschaft zur Veränderung, aber die langfristigen Vorteile sind es definitiv wert. Durch gezieltes Aussortieren und Organisieren bekommst du den Überblick - zusammen mit einer funktionierenden Wäscheroutine bekommst du dein Wäschechaos dauerhaft in den Griff. 

 

Ich hoffe, diese Tipps helfen dir weiter und motivieren dich dazu, deinen Problembereich Wäsche anzugehen. Wenn du weitere Fragen oder Anregungen hast, schreibe sie gerne als Kommentar unter den Artikel oder kontaktiere mich direkt. 

 

 

Lies gerne auch meinen Blogartikel "Wäschechaos adé" für mehr Freude an deiner Waschroutine.

 

Wünschst du dir Unterstützung? Dann buche dir einen unverbindlichen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch oder schreibe mir. Ich bin gerne für dich da!

 

Alles Liebe,

 

deine Dorith

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